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Tahiti

Seit über drei Wochen sind wir nun schon auf Tahiti, eher ungeplant. Ursprünglich wollten wir nach unserer Ankunft so schnell wie möglich alles notwendige fürs Schiff (neue Notpinne, Löcher im Parasailpr nähen, Wartung des Motors, iPad ersetzen etc.) organisieren, um dann via Moorea und Bora Bora nach Tonga zu segeln.

Nach einem ersten Ausflug nach Papeete wussten wir dann bereits, dass wir nicht ganz so schnell weiter können, da der Austausch des iPads gemäss Apple-Verkäuferin 10 bis 15 Tage dauern würde. Da unsere gesamte Navigation über das iPad läuft und wir nur über elektronisches Kartenmaterial verfügen, hatten wir bis anhin zur Absicherung immer zwei iPads dabei, für den Fall, dass eines aussteigt. Da wir ungern mit nur einem iPad weiterreisen wollten, entschieden wir uns dafür, dass iPad austauschen zu lassen und entsprechend lange darauf zu warten.

Am Tag danach wurde Domen krank und hütete erst einmal für ein paar Tage das Bett, kurz darauf folgte auch Andi. Da sich die beiden erst nach circa sechs Tagen teils hohem Fieber und Halsschmerzen überwinden konnten, einen Arzt aufzusuchen, zog sich das Kranksein etwas in die Länge. Es stellte sich dann heraus, dass die beiden eine Angina hatten und Antibiotika einnnehmen mussten. Danach ging es den beiden zum Glück rasch besser. Ich versuchte mit grosser mentaler Anstrengung nicht auch noch krank zu werden und erledigte die ersten kleineren Arbeiten an Bord.

Als die Jungs dann langsam wieder gesund waren, konnten wir uns um die restlichen Arbeiten wie das Schweissen der neuen Pinne kümmern. Aus dem Apple-Shop kam nach ein paar tagen noch die schöne Nachricht, dass das iPad für den Austausch noch nicht bestellt wurde und wir zuerst noch einen Drittel des Austauschpreises bezahlen müssten. Also nochmals 10 bis 15 Tage Lieferfrist, vielen Dank dann auch.

Kurzzeitig wurde es dann an unserem Ankerplatz noch richtig actionreich. Für ein bis zwei Tage nahm der Wind etwas zu, was dazu führte dass einige Anker nicht mehr richtig hielten. Zuerst begann ein Katamaran hinter uns zu slippen und krachte in das Boot hinter ihm. Etwas später rutschten dann auch plötzlich unsere Nachbarn ziemlich schnell nach hinten, sie schafften es zum Glück aber, den Motor gerade noch rechtzeitig zu starten, um nicht mit dem Boot hinter ihnen zu kollidieren. Ein spannender Nachmittag also. Unser Anker hielt zum Glück mal wieder einwandfrei, sodass wir relativ sorglos dem Treibem zuschauen und helfen konnten.

Einige tage später meldete sich dann plötzlich auch noch mein Hals mit Schmerzen, die Angina hat mich also doch noch erwischt. So gab es auch für mich noch ein besuch beim lustigen Arzt und eine Antibiotikakur gepaart mit üblen Schmerzen.

Nun sind wir aber alle wieder gesund und unsere Juliane ist bereit für die nächste Überfahrt. Da wir nun schon ziemlich spät dran sind aufgrund des unfreiwillig längeren Aufenthalts in Tahiti, geht es nun direkt nach Tonga.