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Zurück in den Tropen

Wir haben es geschafft! Wir sind zurück in den Tropen, da wo es schön und warm ist.

Am Sonntagmorgen sind wir nach 9 Tagen auf See in Lenakel angekommen. Lenakel ist der Hauptort der Insel Tanna, welche zur Inselgruppe von Vanuatu gehört.

Die ersten 6 Tage der Überfahrt waren von viel Wind und Wellen geprägt, dies wussten wir jedoch bereits vor unserer Abfahrt. Anstrengend war es trotzdem, vor allem auch deshalb, weil wir nach 6 Monaten Seglerpause in Neuseeland nicht mehr ganz so seefest waren wie auch schon. Es wurden viele Crackers gegessen und wenig gekocht. Dies lag teilweise jedoch auch daran, dass der Auspuff unseres Dieselkochers immer wieder mit Wellen bedeckt wurde, weshalb wir ihn möglichst geschlossen lassen mussten. Das positive am vielen Wind war, dass wir schnell in Richtung Norden unterwegs waren und es mit jedem vergangenen Tag spürbar wärmer wurde. Die anfänglich getragenen Kappen und Wollpullover wurden langsam abgelegt, wir waren wortwörtlich wieder auf der „Barfussroute“.

Nach 6 Tagen beruhigte sich der Wind und mit ihm die Wellen, sodass wir für die letzten 3 Tage wieder perfektes Seglerwetter im warmen Revier geniessen konnten. Am Abend vor unserer Ankunft hing zur Krönung dann noch ein MahiMahi, unser Lieblingsfisch, am Haken. Seit über einem Jahr haben wir nun keinen MahiMahi mehr gefangen, dementsprechend war die Freude an Bord gross. Nach der Ankunft in Lenakel gingen wir erst mal auf eine kurze Erkundungstour an Land, die Büros von Immigration und Customs waren am Sonntag jedoch ziemlich verlassen. Somit verschoben wir das Einklarieren auf Montag, erkundeten das Dorf noch ein wenig, kauften (natürlich!) eine SIM-Karte mit Internetguthaben und gingen schwimmen im endlich wieder angenehm warmen Wasser.

Am Montag wurde dann einklariert, zumindest bei der Immigration, der Typ vom Zoll ist momentan nicht auf der Insel, weshalb dies erst in Port Vila erledigt werden kann. Immer wieder spannend und unterhaltsam, was einem beim Einklarieren in den verschiedenen Ländern so wiederfährt. Danach besuchten wir noch den lokalen Markt, wo es wieder diverse Früchte und Gemüse zu himmlisch günstigen Preisen zu kaufen gab, kein Vergleich zu den teuren Frischwaren in Neuseeland. Wir schlugen natürlich ordentlich zu, von Mandarinen, Ananas, Papaya und Pampelmuse zu Bohnen und Pak Choi, alles ging in unsere Tasche. Ansonsten geniessen wir momentan das schöne Nichtstun in den Tropen, heisst Schwimmen, Schnorcheln, Lesen, Kochen, Schlafen. Morgen segeln wir um die Südspitze von Tanna nach Port Resolution, von wo aus wir dann den aktiven Vulkan Yasur besuchen wollen.

Haul out time

Wir melden uns zurück aus Neuseeland, ausnahmsweise steht die Juliane nun an Land. In den letzten Wochen haben wir noch einige Arbeiten erledigt, am Motor sowie am hydraulischen Steuersystem einen Service durchgeführt. Dazwischen gabs noch einen Ausflug auf die Insel Urupukapuka. Mit all diesen Ortsnamen hier fühlt man sich manchmal wie Pipi Langstrumpf.

Nun stehen wir seit eineinhalb Wochen auf dem Trockenen. Da unser Unterwasser in schlechterem Zustand als erwartet war, musste zuerst ein grosser Teil runtergeschliffen werden, bevor wir mit dem Aufbau der Farbe beginnen konnten. Nun ist aber alles erledigt und die Juliane strahlt schon fast wieder im alten Glanz. Am Mittwochmorgen geht’s zurück ins Wasser, bis dahin putzen wir unser liebes Schiff noch ein bisschen und geniessen die Vorzüge von fliessend Wasser und Strom an Land– wir können unsere elektrische Heizung laufen lassen 🙂

Mit dem nächsten guten Wetterfenster geht’s dann endlich zurück in die Tropen nach Vanuatu. Von dort werden wir dann hoffentlich auch wieder von spannenderem als Bootsarbeiten berichten können. Wir melden uns wieder aus den Tropen und wünschen bis dahin einen schönen Schweizer Frühling.