Port Resolution und Mount Yasur

Am dritten Tag nach unserer Ankunft verliessen wir Lenakel in Richtung Port Resolution, an der Ostküste der Insel Tanna. Bereits unterwegs sah man dichten Rauch vom Vulkan Yasur aufsteigen, die Vorfreude auf den Vulkanbesuch stieg. Kurz vor Ankunft in Port Resolution hatten wir auch schon wieder Fischerglück, ein grosser Wahoo war an der Angel. Damit hatten wir auch bereits ein gutes Begrüssungsgeschenk für die Dorfbewohner von Port Resolution. Einen Teil des Fisches schenkten wir unseren Nachbarn in der Ankerbucht, welche uns danach auch gleich zum Apero mit Gin Tonic und feinem Salami und danach noch zum Abendessen auf ihrem Katamaran einluden. Nach dem Essen gabs noch guten Rum zum Dessert und für Andi eine Cohiba, wir wurden wahrlich verwöhnt. Es ist immer wieder schön, von gut ausgeschatteten Katamaran-Besitzern eingeladen zu werden.

Am nächsten Tag erkundeten wir die langen Sandstrände der Insel und kletterten über die grossen Lavabrocken dem Meer entlang.

Port Resolution ist ein einfaches, kleines Dorf mit etwa 300 Einwohnern. Die Hütten sind mit wenigen Ausnahmen, alle noch aus Holz und Palmblättern gebaut, die Einwohner leben von Fisch und allem, was im Garten wächst. Und dies ist so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Die Insel ist extrem grün und von Bananen, Papaya und Kokosnüssen zu Peperoni, Gurken und vielem mehr wächst hier praktisch alles. Die Dorfbewohner sind sehr freundlich und herzlich und bei den Besitzern des Boat Clubs konnten wir unseren Trip zum Vulkan organisieren.

Um drei Uhr nachmittags ging es los, zuerst musste jedoch noch das Auto mit gemeinsamer Kraft angeschoben werden. Nach einer halbstündigen Fahrt durch die Insel kamen wir am Fusse des Vulkans an. Von dort fuhren wir mit einem Pickup nochmals zehn Minuten den Vulkan hoch, um dann nach einem einminütigen Fussmarsch am Krater des Vulkans zu stehen. Es heisst also nicht umsonst, dass der Mount Yasur der am einfachsten zugängliche aktive Vulkan ist. Obwohl bei Tageslicht praktisch nur Rauch zu sehen ist, war es doch schon ziemlich beeindrucken, am Krater eines Vulkans zu stehen. Auch die erste Explosion war ziemlich beeindruckend, der Vulkan explodiert etwa alle zwei Minuten. Erstaunt hat uns, dass bei jeder Explosion die dadurch entstehende Druckwelle klar von Auge sichtbar ist. Richtig spannen wurde es dann erst mit Einbruch der Dunkelheit, nun sah man das Glühen der Lava und die umherfliegenden Lavabrocken beim Explodieren. Der Ausflug hat sich voll und ganz gelohnt.

Seit einem Tag sind wir nun in Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu, auf der Insel Efate. Der Kontrast zu den Dörfern ist gross, es gibt dutzende Shops, Autos überall und diverse Bars und Restaurants. Der Gemüsemarkt ist riesig und im hinteren Teil der Markthalle gibt es gutes und sehr günstiges lokales Essen, was wir natürlich sofort probieren mussten. Eine freudige Überraschung war es zudem, als wir die Preise für den Alkohol, den wir hier Duty Free beziehen können, sahen. Wir haben unsere Bordbar natürlich sofort gut ausgerüstet. Die nächsten paar Tage werden wir noch in Port Vila verbringen, danach geht’s dann weiter nach Norden, um noch einige andere Inseln von Vanuatu zu erkunden. Wir können aber bereits jetzt sagen, dass uns Vanuatu super gefällt und wir uns hier sehr wohl fühlen.

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