Monthly Archives: September 2017

Whitsunday Islands und Buschfeuerbekämpfung

Bereits am ersten Tag, an dem wir mit Michi und Gioia in die Whitsundays segelten, konnten wir einmalige Buckelwal-Szenen beobachten. Eine Walmutter hatte gerade ihr Baby bekommen. Sie trieb an der Wasseroberfläche und hielt ihr Neugeborenes mit der Schnauze nach oben, bis dieses selbständig schwimmen konnte. Was für ein schöner Start! In den folgenden Wochen konnten wir immer wieder Buckelwale beobachten, manchmal sogar ganz nah an unserem Boot. Während eines Spaziergangs auf Brampton Island hatten wir sogar das Glück, eine Gruppe von Orcas vorbeischwimmen zu sehen, das war ziemlich unerwartet und beeindruckend. Offenbar kommen die Orcas in dieser Jahreszeit hierhin, um die neugeborenen Buckelwale zu jagen. Immer wieder spannend diese Mechanismen der Natur.

Wenn wir nicht gerade Wale beobachteten, verbrachten wir unsere Zeit mit Spaziergängen über die verschiedenen Inseln, segeln und fischen und genossen das Nichtstun. Beeindruckend war auch, auf allen Inseln die Sturmschäden von Cyclone Debbie, der im April 2017 über diese Gegend zog, zu sehen. Viele Bäume lagen am Boden und diejenigen, die noch standen, waren meist komplett kahl. Ganze Sandstrände wurden ins Landesinnere geblasen und an den Stränden türmten sich Berge von angeschwemmten Korallen. Wir hoffen, dass diese Gegend in der kommenden Cyclone Saison verschont bleibt, da wir für ein halbes Jahr zurück in die Schweiz kommen um zu arbeiten und unsere geliebte Juliane hier lassen.

Im Moment sind wir wieder auf der Farm und als wir hier ankamen, gab es als erstes einen Schock. Grosse Bereiche des Landes brannten, die Feuerwehr war zum Glück bereits hier und hatte das Buschfeuer soweit unter Kontrolle, dass zumindest für die beiden Häuser keine Gefahr mehr bestand. Das Ganze war dennoch ziemlich beängstigend, und die letzten Baumstummel brannten noch Tage danach. Zum Glück ging alles gut und niemand kam zu schaden.

In den nächsten Tagen gehen wir nochmals aufs Boot und bereiten alles vor, um die Juliane für die nächsten sechs Monate alleine zu lassen. Ab Mitte Oktober sind wir dann in der Schweiz und melden uns ab Ende April 2018 wieder zurück mit der Fortsetzung unserer Segelreise.