WaKaToBi – Wangi Wangi

Briefe von Herr Hürzeler

Selamat siang, der Kapitän haut mal wieder in die Tasten. Ein Monat in Indonesien, was gibts da zu berichten? Naja ihr wisst ja Bescheid. Wir sind auf der Insel Hoga gelandet, einem  kleinen Tauchparadies, und jetzt sind wir in Wangi Wangi (Wanci) einem kleinen, bisschen grösserem Tauchparadies. Aber der Kapitän wäre nicht der Kapitän, wenn er nicht ab und zu den Mahnfinger (der ziemlich klein ist) heben und darauf hinweisen würde, dass wir nicht nur Schönes gesehen haben seit wir angekommen sind. Klar, das Essen ist gut und sau günstig. Die Strände sind weiss und die Palmen schief, aber leider erreicht uns auch täglich traurige Flaschenpost an Bord. Und das stinkt dem Käptn zum Himmel. Die Gross- und Kleinkonzerne schicken uns Nachrichten in Form von Instant-Noodle-Verpackungen, Dosen, Flaschen, Zigarettenschachteln, Plastikbeuteln und vielen weiteren, auf die der Kapitän getrost verzichten könnte. Leider steht Indonesien noch ganz am Anfang bei der Aufklärung über Abfall. Grundsätzlich wandert der ganze Abfall ins Meer oder wird im Hinterhof verbrannt. Im besten Fall landet er auf einem Abfallhaufen (Landfill), Wind und Regen sorgen dann dafür, dass er sich mit der Natur vereint.

Mannooomann was plappert Mr. Vier-Finger wieder, jetzt mal Schluss mit dem Plastik im Meer. Das Schnorcheln auf Hoga ist so gut, dass sogar Miss Zollinger Lust bekommt, es auch einmal mit Tauchen zu versuchen. Und die Landschaft auf Wangi Wangi so schön, dass Sie todesmutig bei Herrn Hürzeler hinten auf das profillose Motorrad steigt.

Einen Motorradausflug wert, Küste von Wangi Wangi:

Vor lauter Abfall hätte ich fast vergessen euch zu erzählen, was für Superstars wir hier sind. Wenn wir also voller Allüren nachhause kommen und von uns nur noch in der dritten Person reden, wisst ihr was passiert ist. Eigentlich kann ich es mir selber nicht erklären, aber Fakt ist wir sind “Weiss”. Wir sind “Bule” Weisse, Ausländer, etwas spezielles. Je weiter man sich von den sonst schon schmalen Touristenpfaden entfernt, desto offensichtlicher wird es. Mit Freuden wird “Hello Mr.” gerufen, es wird gewunken und wenn irgendwie möglich versucht man mit den “Bule’s” auch ein Selfie zu schiessen für die Social Media Kanäle. In der Indonesischen Kultur wäre es auch unhöflich, nicht “Hallo” zu sagen, wenn der Nachbar vorbei geht, beim Bule ist es nicht anders und so wird es uns an Land nie langweilig mit Winken, Hi-five’s und Selfies knipsen. Ahh und wer denkt die Indonesier kennen Switzerland oder Roger Federer, nope, Suisse und Xherdan Shaqiri, vielleicht auch noch Behrami. Die Holländer scheinen nebst Hagelslag (Schokostreusel) auch ihre Fussballverücktheit hinterlassen zu haben. Am Freitag wollen wir weiter, die Windprognose stimmt. Unser nächstes Ziel ist der Komodo National Park. Zuerst stoppen wir aber an der Westküste von Flores, um nochmals einzukaufen, Wäsche zu waschen und einen Pferdesattel zu kaufen um die Komodo-Warane reiten zu können.

As-salamu alaykum

Der Kapitän
Herr Hürzeler

Frisch-Fisch direkt an Bord geliefert vom Fischer.

Leben auf dem Wasser. Bajo Tribe in Kaledupa.

Tauchkarte von Hoga Island.

Selfie-Time auf dem Bule-Boot. Irma und Endi statten uns einen Besuch ab.

Gekühlte Coconut im teuersten Restaurant der Stadt. Im Hintergrund liegt Juliane vor Anker.

An unserem dritten Tag auf Wangi Wangi machten wir einen Introduction Dive mit zwei Divemastern, die praktisch kein Englisch sprechen. Kostenpunkt 50 CHF pro Kopf inkl. Transport und frittierter Banane. Nach dem bereits tollen Schnorcheln auf Hoga schauen wir uns die Unterwasserwelt des Wakatobi Nationalparkes nun auch noch von ein paar Metern weiter unten an und sind weiterhin begeistert von dieser Korallen- und Fischvielfalt. Für Nati ist es der erste Tauchgang überhaupt, dank der indonesischen Unkompliziertheit taucht jedoch auch sie bereits nach wenigen Minuten mit den anderen ab.

Die Seeschlange versteckt sich 🙈

Hier noch eine Aufnahme vom Schnorcheln in Hoga, “Hallo” Nemo.

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