Affentour auf Borneo und idyllisches Belitung

Ende Oktober machten wir uns auf den Weg von Bali nach Kalimantan, dem indonesischen Teil von Borneo. Etwa zwei Stunden flussaufwärts ankerten wir vor der Stadt Kumai, von wo aus wir unseren Ausflug in den Tanjung Puting Nationalpark gebucht haben um unter anderem Orang Utans zu sehen. Nach einem Rundgang durch die Stadt und zähen Verhandlungen über den Preis des Trips entschieden wir uns für das 2 Tage / 1 Nacht Paket auf einem lokalen “Klotok”, wie diese indonesischen Boote genannt werden.

Blick auf Kumai

Am Morgen des ersten Tages wurden wir auf unserem Schiff abgeholt und fuhren sofort los in den Nationalpark.

Eingang zum Nationalpark

Für unseren zweitägigen Ausflug hatten wir ein “Klotok” ganz für uns alleine inklusive Kapitän, Mechaniker, Koch und Tour-Guide. Wir wurden also rumdum versorgt.

Unser Klotok

Küche

In der Bordküche wurden dann auch gleich erste Leckereien für uns zubereitet.

Mittagessen

Pancakes mit Schokostreuseln

Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt auf dem Fluss durch den Dschungel erreichten wir das erste Camp des Nationalparkes.

Unser Klotok im ersten Camp

Unser Tourguide Irma

An insgesamt drei Stationen im Nationalpark gibt es Fütterungsstationen für Orang Utans, an denen zu bestimmten Zeiten Bananen oder andere Früchte für die Orang Utans ausgelegt werden. Damit wird unter anderem sichergestellt, dass alle zahlenden Touristen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich Orang Utans zu sehen bekommen. Wir warteten also mit etwa 20, 30 weiteren Personen darauf, dass ein Orang Utan erscheint um Bananen zu essen. Das ganze fühlte sich mehr nach einem Zoo-Besuch an als nach dem Beobachten von wilden Orang Utans.

Warten an der Fütterungsstation

Als sich der erste Orang Utan oben in den Bäumen bemerkbar machte, sprangen sofort alle auf und zückten ihre Handys und Kameras, um den Moment fotografisch festzuhalten. Man musste sich zwischendurch schon fragen, wer denn hier die Affen sind und das Beobachten der Menschen war zeitweise spannender als die Orang Utans selbst.

Sichtung eines Orang Utan

Trotz unserer Belustigung über die ganze Situation haben aber natürlich auch wir unsere Orang Utan Bilder geschossen.

Nach der Fütterung ging es für uns zurück aufs Boot und ein Stück den Fluss hinab, wo zur Dämmerungszeit die Nasenaffen in den Bäumen am Wasser zu sehen sind.

Woher die Nasenaffen ihren Namen haben, wird ziemlich schnell klar 🙂

Auch Makakken tummelten sich in den Bäumen und vertrieben sich die Zeit mit unterschiedlichen Tätigkeiten.

Popo-Untersuch

Zurück im Camp machten wir vor dem Abendessen dann noch einen Nacht-Ausflug in den Dschungel, wo wir weitere Tiere bestaunen konnten.

Kingfisher

Gecko

Tarantel

Nach einer Nacht mit Lauten des Dschungels setzte sich unsere Fahrt flussaufwärts am nächsten Morgen fort. Dass Flusswasser wurde nun immer dunkler und der Fluss schmaler.

Es standen neben der Flussfahrt nochmals zwei Orang Utan Fütterungsstationen auf dem Programm.

Eingang zum zweiten Camp

Orang Utan

Alles Banane

Und die Zuschauer

Auch wenn die Orang Utans der Hauptgrund für unseren Ausflug waren und es spannend war, diese zu sehen, waren sie nicht das Highlight unseres Trips. Nur für die Affenfütterungen muss man diese Tour nicht machen. Die Flussfahrt im Klotok durch den Dschungel und die Sichtung von vielen anderen wilden Tieren und die schöne Atmosphäre waren aber ein tolles Erlebnis, dass uns in Erinnerung bleiben wird.

Unsere Liegestühle mit Aussicht auf die Pflanzeninseln

Am Tag nach der Rückkehr von unserer Tour machten wir uns dann bereits auf den Weg auf die dreitägige Überfahrt nach Belitung, einer wunderschönen Insel etwa 500 Kilometer südlich von Singapur. Im türkisen Wasser befinden sich überall riesige Granitblöcke und weisse Sandstrände. Hier sind wir nun schon seit 10 Tagen und geniessen die Schönheit der Insel.

Aussicht in Belitung

Granitblöcke

Rainy day

Auch die Hauptstadt der Insel gefällt uns sehr, für eine indonesische Stadt ist es ziemlich sauber und ruhig hier und auf dem lokalen Markt gibt es wieder eine grosse Auswahl an Früchten und Gemüse. Da viele indonesische Touristen aus Jakarta auf die Insel kommen, gibt es auch eine grosse Auswahl an Restaurants und hübschen Kaffees, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Markt

Wer will ein Huhn?

Bier-Bar

Heute bekommen wir nun noch Besuch von Nina und Zac aus Australien. Da es uns in Belitung bisher so gut gefallen hat, wollten wir ihnen diesen Ort nicht vorenthalten und verbringen deshalb gemeinsam sicher nochmals eine Woche hier, bevor wir uns mit ein paar Zwischenstopps auf nach Malaysia machen.

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