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Letztes Australisches Abenteuer und ab nach Asien

Nachdem wir auf Thursday Island alles notwendige erledigt hatten, frisches Essen war gekauft, eine neue volle Gasflasche installiert und alle Ausklarierungsformalitäten erledigt, waren wir am Morgen des 21. Augusts startklar für unsere Überfahrt nach Indonesien.

Ankerplatz vor Horn Island

Als wir begannen, unseren Anker einzuhohlen, zeigte sich jedoch ziemlich schnell, dass es mit einer sofortigen Abfahrt wohl nicht klappen würde. Nach etwa 10 Metern liess sich die Ankerkette nicht mehr weiter einholen und es stellte sich heraus, dass sich die Kette in einem der Wracks, die unter Wasser liegen, verfangen hat. Auch der Versuch, die Kette mittels Fahren in alle Richtungen zu lösen, zeigte keine Wirkung. Sofern wir nicht unseren Anker mitsamt der Kette zurück lassen wollten, war der einzige Weg, die Kette zu lösen, ein Tauchgang. Da wir uns aber wie bereits erwähnt in einem Gebiet mit einer grossen Anzahl an Salzwasserkrokodilen befanden hielt sich die Lust nach einem Tauchgang ziemlich in Grenzen. Auch die Einheimischen raten einem hier schwer davon ab, schwimmen oder tauchen zu gehen und haben uns mitgeteilt, dass sich in unmittelbarer Umgebung des Ankerplatzes momentan etwa neun Krokodile aufhalten.

Was sollten wir also tun? Nach einem Funkgespräch mit einem Mitarbeiter des Hafens hat uns dieser, nach einer erneuten Warnung, dass es nicht sicher sei, ins Wasser zu gehen, die Telefonnummer von Martin gegeben. Dieser Wahnsinnige tauche hier ab und zu um Ankerketten zu lösen, die sich immer wieder mal verheddern. Wir riefen also Martin an, welcher nach kurzer Zeit bei unserem Boot auftauchte. Er sagt, für 300 Dollar würde er tauchen gehen und versuchen, unsere Kette zu befreien. Begeistert ist er von dieser Vorstellung allerdings selbst nicht und teilt uns noch mit, dass es momentan auch einige Bullhaie in der Umgebung habe… Wir sind natürlich gerne bereit, die 300 Dollar zu bezahlen. Martin benötigt dann tatsächlich auch nur zwei Versuche, um unsere Ankerkette komplett frei zu kriegen und wir ziehen ihn schnell wieder an Bord, froh darüber, dass ihm nichts passiert ist. Mit etwas Verspätung und etwas Nervenkitzel sind wir dann doch noch unterwegs nach Indonesien.

Los gehts!

Die Überfahrt war ziemlich angenehm, zwar mit wenig Wind, dafür aber mit ruhigem Meer und dank unserem neu entdeckten Blister-Segel auch mit sehr angenehmem Segeln. Wir hatten dieses Segel zwar seit Beginn unserer Reise an Bord, haben es aber nie benutzt und durften nun merken, dass wir noch ein super hilfreiches Segel an Bord haben. Im Nachhinein ist man immer schlauer…

Duschen an Bord

Und frische Sushi unterwegs

Nach etwa der Häfte der Strecke begegneten wir den ersten Indonesischen Fischerbooten, welche immer mehr wurden. Die Netze, die sie meist Nachts ausgelegt haben, sind einige Kilometer lang und nur spärlich mit ein paar blinkenden LED-Lichtern markiert. Dies macht es fast unmöglich, die Netzte immer rechtzeitig auszumachen und Ihnen auszuweichen. Wir sind dann auch einmal direkt über eines dieser Netze hinweggefahren. Zum Glück hat sich jedoch nichts im Propeller oder Ruder verfangen und wir konnten unbeschadet weiterfahren. Wir waren wieder einmal sehr froh darüber, dass wir ein Boot mit einem breiten, langen Kiel haben, der Propeller und Ruder vor allerlei Gefahren schützt.

Indonesisches Fischerboot

Nein, dies sind nicht die Lichter einer Grossstadt, sondern ein ganze Armee von Fischerbooten mitten im Meer

Nach einer Woche unterwegs sind wir dann in Tual auf den Kai-Inseln angekommen. Als erstes mussten wir natürlich wieder einklarieren, was in Indonesien mit einem Besuch bei der Quarantäne beginnt. Nachdem diese das Schiff inspiziert und die notwendigen Dokumente erstellt haben, geht es weiter zur Zollbehörde, welche das Boot nochmals inspizieren kommt, dann zur Immigrationsbehörde, nochmals zur Quarantäne und zum Schuss noch zum Hafenmeister, der einem das Crusing Permit austellt. Wir benötigten insgesamt drei Tage, bis alle Formalitäten erledigt waren 🙂 Es läuft halt alles sehr langsam und gemächlich ab, dann kommen technische Probleme hinzu (die Zollbehörde konnte zwei Tage keine Bewilligungen erstellen, da das System mal wieder nicht funktionierte) oder mehrstündige Mittagspausen. Alle Mitarbeiter waren jedoch super freundlich und beim Zoll wurden uns während der Wartezeit sogar frische Kokosnüsse serviert. Terima Kasih!

Einfahrt Tual

Indonesische Fischfang-Anlage

Mit der Ankunft in Tual sind wir auch im lebendigen Treiben asiatischer Städte angekommen. Hunderte Töffs fahren kreuz und quer durch die Strassen, aus den Sammeltaxis dröhnt Musik und zwischen das Leben auf dem Markt mischen sich die Rufe des Muezzins. Nach kurzer Angewöhnungszeit finden wir uns aber schon gut zurecht und lernen die ersten Wörter auf Bahasa, der Indonesischen Nationalsprache. Das grösste Vokabular haben wir natürlich im Bereich des Essens, da wir uns fleissig durch alle Indonesischen Spezialitäten essen.

Viele frische Leckereien

Markt in Tual

Bunte Häuser in Tual

Da es im mehrheitlich muslimischen Indonesien schwierig sein kann, Bier zu bekommen, insbesondere an abgelegenen Orten, haben wir vorgesorgt und gross eingekauft. Cheers!

Nach ein paar Tagen in der Stadt segelten wir vier Stunden um die Insel zum Pasir Panjung, dem längsten und bekanntesten Strand der Insel und genossen weissen Sand und türkises Wasser.

Pasir Panjung

Von hier aus machten wir uns auf zu den 180 Meilen entfernten Banda-Inseln, auch als die Gewürzinseln bekannt. Zwischen diesen wunderschönen Vulkaninseln verbringen wir nun die nächsten Tage und erkundschaften die Umgebung.

Einfahrt Banda vorbei am Vulkan

Ankerplatz

Back to Boatlife

Nach langer Zeit gibt es wieder ein Lebenszeichen von uns. Seit unserer Ankunft in Australien im Mai waren wir hauptsächlich damit beschäftigt, unser Boot wieder seetüchtig zu machen. Geplant war das so natürlich nicht 🙂 Aber der Reihe nach.

Nach 7 Monaten in der (kalten) Schweiz freuten wir uns riesig, endich wieder an Bord unserer Juliane steigen zu können. So genossen wir die ersten Stunden und Tage in der Marina Bowen denn auch in vollen Zügen und freuten uns über das Schaukeln unter uns. Es gab auch ein Paar kleinere Arbeiten zu erledigen, ein guter Grundputz war nach 7 Monaten im australischen Sommer, also der heissen Regenzeit, dringend nötig. Aber abgesehen von etwas Schimmel, der sich da und dort angesetzt hat, schien es der Juliane gut zu gehen und wir freuten uns auf baldige neue Abenteuer.

Pile Moorings Bowen – Den Kaffee gibts nun wieder auf dem Meer

Nach zwei Wochen verliessen wir Bowen in Richtung Airlie Beach. Auch wenn wir die 40 Seemeilen hauptsächlich unter Motor zurücklegten, war es ein wunderbares Gefühl, endlich wieder in See zu stechen und wir beide genossen es, wieder auf dem Meer und unter dem Sternenhimmel des Pazifiks unterwegs zu sein.

Wir stechen wieder in See

In Airlie Beach verbrachten wir dann etwa eineinhalb Wochen, zwischendurch gab es noch einen Wochenend-Ausflug nach Cid-Harbour mit Rhea, Matt und Josh, die uns an Bord besuchten.

Juliane in Airlie Beach

In der zweiten Juniwoche ging es dann nach Mackay, wo wir unseren Termin fürs Haul-Out hatten. Ein neues Antifouling war angesagt, zudem wollten wir noch unseren neuen Gasherd/-ofen einbauen. Wir planten, die Zeit auf der Werft möglichst kurz zu halten, da der Preis für einen Bootsplatz auf dem Trockenen mit 90 AUD (70 CHF) pro Tag extrem teuer war. Zudem wollten wir auch möglichst schnell wieder zurück in Wasser und auf nach Indonesien.

Ready fürs Haul-Out

Und es geht hoch…

und höher

Waterblasting – Die Juliane wird gereinigt

Aber wie es halt so oft ist mit unseren geliebten Schiffen, machen diese uns oft einen Strich durch die Rechnung. Es stellte sich heraus, dass das Unterwasser wieder in einem ziemlich schlechten Zustand war und wir wohl oder übel möglichst den ganzen Rumpf auf den blanken Stahl hinabschleifen müssen. Zum Glück hat es sich nach zwei Tagen Schleifen ergeben, dass wir den grössten Teil des Unterwassers relativ günstig Sandstrahlen lassen konnten, was uns so einiges an Schleifarbeit erspart hat.

Zurück auf dem Stahl hat sich jedoch immer mehr gezeigt, dass der Rumpf an gewissen Orten in einem viel schlechteren Zustand war als erwartet. Was sich als kleine Rostflecken bemerkbar machte, wurde nach abschleifen und hämmern zu Löchern, die durch den Rumpf gingen. Bei den ersten Schweissversuchen zeigte sich dann noch, dass der Stahl auch an Stellen, die von Aussen tadellos aussahen, nicht mehr in gutem Zustand war. Um Klarheit über das Ausmass und den Zustand des Schiffes zu erhalten, liessen wir eine Ultraschall-Messung des gesamtem Rumpfes machen. Somit wussten wir, wo der Stahl noch wie dick ist und welche Stellen mit zusätzlichen Stahlplatten verstärkt werden mussten.

Eines unserer Löcher

Zahlen vom Survey

Aufgeschweisste Platte

Das Schweissen war teils eine nervenaufreibende Angelegenheit, da wir von Innen an viele Stellen aufgrund des Innenausbaus nicht richtig herankamen. Da der Stahl jedoch auch auf der Innenseite extrem heiss wird und die Farbe teils auch leicht zu brennen begann, versuchten wir so gut es ging mit Wasserspray und nassen T-Shirts die Innenseite abzukühlen. Wir waren jedoch ziemlich froh, als das ganze Schweissen vorbei war. Danach wurden alle Schweissnähte und die neuen Platten mit Spachtelmasse bearbeitet, um das ganze zusätzlich noch etwas zu schützen sowie für eine etwas gleichmässigere Form des Rumpfes.

Nach dem Spachteln – schon wieder fast wie neu

Nach wochenlanger Arbeit (geplant waren 2 Wochen auf dem Trockenen, es wurden deren 7) konnten wir dann endlich die Antifoul-Anstriche anbringen und zurück in Wasser. Durch diese ungeplante Verzögerung kamen wir langsam ziemlich unter Zeitdruck, da unser dreimonatiges Visa für Australien am 21. Ausgust ausläuft und wir bis zu unserem Ausklarierunghafen noch eine 7-tägige Überfahrt vor uns hatten. Es hiess also Gas geben. Zurück im Wasser blieben wir noch für etwas mehr als eine Woche in der Marina in Mackay und erledigten noch die letzten Arbeiten, die notwendig waren, um lossegeln zu können. Unter anderem wurde unser neuer Gas-Herd/-ofen eingebaut, was die Lebensqualität an Bord gleich wieder auf ein neues Level hebte.

Erster Antifoul-Anstrich – Die Juliane wird blau

Back to Black und ab in den Kran – Der Name wurde auch noch neu angeklebt (Marco, falls du das liest, wir haben an dich gedacht!)

Der neue Herd sitzt.

Am 10. August fuhren wir dann los, etwas über 800 Seemeilen die Ostküste hinauf zur Torres Strait, dem nördlichsten Punkt Australiens. Für 7 Tage segelten wir durch das Great Barrier Reef, welches sich über die gesamte Strecke entlangzieht. Noch selten waren wir so dankbar für äusserst exaktes Kartenmaterial und GPS, ohne diese wäre eine solche Non-Stop-Riffdurchfahrt schlicht nicht möglich. Nun sind wir seit zwei Tagen in der Torres Strait, wir ankern vor Horn Island, gleich gegenüber von Thursday Island. Das Klima ist wieder richtig tropisch mit knapp 30 Grad am Tag und etwa 24 Grad in der Nacht, was genau unserem Geschmack entspricht. Man merkt, dass der Äquator wieder näher kommt, wir befinden uns noch auf 10 Grad Süd. Auch das Leben läuft hier oben wieder etwas gemächlicher ab, und wir geniessen dieses Inselleben. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass aufgrund der vielen Salzwasserkrokodile, die es hier gibt, überall davon abgeraten wird, im Meer zu baden. Sobald wir in Indonesien sind, wird sich dies aber auch wieder ändern.

Eines der vielen Cargoschiffe, die uns begegneten

Sonnenuntergang vor Hinchinbrook Island

Endlich wieder frischer Fisch – Spanische Makrele

Blick auf Thursday Island

Am Dienstag, 21. August, brechen wir dann auf nach Indonesien. Wir kosten unser Visa also bis zum letzten Tag aus 🙂

Wir steuern als erstes die Stadt Tual auf den Kai-Inseln an. Von dort hangeln wir uns dann weiter durch einige der über 16’000 Inseln, die zu Indonesien gehören.

Whitsunday Islands und Buschfeuerbekämpfung

Bereits am ersten Tag, an dem wir mit Michi und Gioia in die Whitsundays segelten, konnten wir einmalige Buckelwal-Szenen beobachten. Eine Walmutter hatte gerade ihr Baby bekommen. Sie trieb an der Wasseroberfläche und hielt ihr Neugeborenes mit der Schnauze nach oben, bis dieses selbständig schwimmen konnte. Was für ein schöner Start! In den folgenden Wochen konnten wir immer wieder Buckelwale beobachten, manchmal sogar ganz nah an unserem Boot. Während eines Spaziergangs auf Brampton Island hatten wir sogar das Glück, eine Gruppe von Orcas vorbeischwimmen zu sehen, das war ziemlich unerwartet und beeindruckend. Offenbar kommen die Orcas in dieser Jahreszeit hierhin, um die neugeborenen Buckelwale zu jagen. Immer wieder spannend diese Mechanismen der Natur.

Wenn wir nicht gerade Wale beobachteten, verbrachten wir unsere Zeit mit Spaziergängen über die verschiedenen Inseln, segeln und fischen und genossen das Nichtstun. Beeindruckend war auch, auf allen Inseln die Sturmschäden von Cyclone Debbie, der im April 2017 über diese Gegend zog, zu sehen. Viele Bäume lagen am Boden und diejenigen, die noch standen, waren meist komplett kahl. Ganze Sandstrände wurden ins Landesinnere geblasen und an den Stränden türmten sich Berge von angeschwemmten Korallen. Wir hoffen, dass diese Gegend in der kommenden Cyclone Saison verschont bleibt, da wir für ein halbes Jahr zurück in die Schweiz kommen um zu arbeiten und unsere geliebte Juliane hier lassen.

Im Moment sind wir wieder auf der Farm und als wir hier ankamen, gab es als erstes einen Schock. Grosse Bereiche des Landes brannten, die Feuerwehr war zum Glück bereits hier und hatte das Buschfeuer soweit unter Kontrolle, dass zumindest für die beiden Häuser keine Gefahr mehr bestand. Das Ganze war dennoch ziemlich beängstigend, und die letzten Baumstummel brannten noch Tage danach. Zum Glück ging alles gut und niemand kam zu schaden.

In den nächsten Tagen gehen wir nochmals aufs Boot und bereiten alles vor, um die Juliane für die nächsten sechs Monate alleine zu lassen. Ab Mitte Oktober sind wir dann in der Schweiz und melden uns ab Ende April 2018 wieder zurück mit der Fortsetzung unserer Segelreise.

 

Tierische Zeiten

Unsere letzten Tage in Vanuatu verbrachten wir vor der Ratua Insel. Nach Ausgiebigem Insel-Hopping genossen wir hier mal wieder das Sein und natürlich die vielen Schildkröten, die wir in dieser Bucht zu sehen bekamen. Alle paar Minuten streckte eine Schildkröte ihren Kopf aus dem Wasser. Auch unter Wasser hatten wir die Möglichkeit, diese tollen Tiere zu beobachten. Nach einigen Tagen an diesem schönen Ort brachen wir auf nach Luganville, der zweitgrössten Stadt Vanuatus. Hier kauften wir Proviant ein für die nächste Überfahrt und erledigten die Ausklarierungsformalitäten. Wir verliessen Vanuatu dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Vorfreude, nach Australien zu segeln und dort viele alte Bekannte zu treffen, war gross. Wir hatten aber auch eine fantastische Zeit in Vanuatu und wären gerne noch einige Monate länger dort geblieben.

Nemo in Vanuatu

Schildkröten

Ratua Island

 

Die Überfahrt war in den ersten Tagen etwas ruppig, die überraschend kurzen Wellen liessen unsere Juliane gut schaukeln und raubten mir teils die Nerven. Nach ein paar Tagen beruhigte sich das Meer jedoch und wir schipperten gemütlich dahin. Unterwegs gabs diverse tierische Besuche, Delfine zeigten sich regelmässig, meist zum Sonnenuntergang, vor unserem Bug. Auch Vogelbesuche gabs, einer blieb eine volle Nacht sitzen. Da am nächsten Morgen unser Boot voller Vogelkot war und dieser auch noch abscheulich stinkt, verscheuchten wir die gefederten Besucher fortan. Gegen Ende der Überfahrt verabschiedete sich der Wind dann fast ganz, Motor an, weiter geht’s! Etwa 100 Seemeilen vor der Küste Australiens begann das Great Barrier Reef, durch eine gut betonnte und auch relativ breite Einfahrt passierten wir dieses. Hinter dem Riff wurde das Meer dann nochmals deutlich ruhiger, die grossen Wellen des Pazifiks brechen auf dem Riff. Wir hörten und sahen Buckelwale aus der Entfernung, die momentan Richtung Norden ziehen, um im warmen Wasser zu gebären. So verbrachten wir angenehme letzte 24 Stunden, bevor wir dann in Mackay anlegten, um einzuklarieren. Wir hatten ziemlichen Respekt vor dem Einklarieren in Australien, hatten wir doch zuvor viele „Horrorstorys“ im Internet gelesen und von anderen Seglern gehört. Anscheinend werden die ankommenden Boote teils komplett ausgeräumt und durchsucht, und das bei einem Ansatz von 50 Dollar pro Viertelstunde. Das ganze Prozedere verlief dann aber erstaunlich unkompliziert und professionell ab.

Segeln in den Sonnenuntergang…

… mit Begleitung von Delfinen

Delfine am Tag

Vogelbesuch

 

Nach ein paar Tagen auf See und vor Anker liessen wir unsere Juliane dann an einer Mooring in Airlie Beach zurück und fuhren für eine Woche auf das Farmhaus von Andis ehemaliger Gastfamilie. Es war das erste Mal, seit wir vor zwei Jahren aus der Schweiz abgereist sind, dass wir unser schwimmendes Zuhause für eine so lange Zeit verlassen haben. Dank den vielen neuen Eindrücken auf der Farm geriet das Boot aber schon bald in Vergessenheit. Am Nachmittag zeigte sich im Garten der Farm zuerst ein grosser Guana, der ruhig umherspazierte. Während dem Apéro auf der Veranda sahen wir dann plötzlich Wallabys, kleine Känguruhs, durch die Felder hoppeln. So ging es dann Tag für Tag weiter und wir konnten die australische Naturwelt ohne grosse Anstrengung geniessen, sie passierte einfach um uns herum. Mit Simi und Sam, die aus der Schweiz angereist waren, besuchten wir dann noch den Eungella National Park. Einige Tage später fuhren wir zurück zu unserer Juliane, gemeinsam mit Simi und Sam. Da Simi leider seekrank wurde, mussten sie das Boot jedoch bereits nach zwei Tagen wieder verlassen. Wir bastelten somit noch etwas am Schiff herum, die überholte Ankerwinsch wurde wieder montiert, und seit gestern haben wir bereits neuen Besuch aus der Schweiz, Gioia und Michi sind angereist. Mit ihnen erkunden wir nun in den nächsten Tagen die Whitsunday Islands.

Frosch auf der Farm

Ausnahmsweise gesundes Frühstück

Wasserfall im Nationalpark